17. April 2021 | Gedankenanstoß

Und plötzlich hat es zoom gemacht…

„Ich habe nachher noch eine Zoom-Konferenz mit meinen Enkeln.“ Was vor einiger Zeit noch Fragezeichen auf die Stirn geworfen hätte, ist inzwischen ganz normal geworden. Oma hat keine Häkelnadeln mehr in der Hand und Opa keine Zeitung. Beide surfen jetzt im Internet. WhatsApp ist längst Standard und Facebook für viele ein alter Hut. Das Internet sollte die Welt näher zusammenbringen – das ist längst keine Vision mehr. Online-Konferenzen mit Freunden oder Verwandten auf einem anderen Kontinent sind für viele längst normal geworden. Die Kommunikation ist schneller geworden. Jeder ist nahezu überall erreichbar – ob in der Badewanne oder auf der Autobahn. Wir drücken unsere Befindlichkeiten via Emoticons aus und können jederzeit Nachrichten abschicken.

Was ist aber aus den echten Gefühlen geworden? Mit den Emotionen, die auch der smarteste Smiley nicht ausdrücken kann? Was ist aus den Worten geworden, auf die man sich verlassen kann? Wie kann man jemanden beim „Wort nehmen“, wenn die Mitteilungen im Sekundentakt geändert oder gelöscht werden können? Was hat die digitale Welt mit unserem echten Leben zu tun? Oder andersherum: Was ist eigentlich echt?

Die Digitalisierung hat unsere Welt verändert. Die Frage nach Echtheit ist aber so alt wie die Menschheit. Wie können wir „echt sein“ – in unserem Charakter, in unseren Worten und in unseren Gefühlen? Und wie kann Gott uns dabei helfen? Der neue Gemeindebrief möchte dazu Anregungen geben.

R.N.