6. Juli 2021 | Gedankenanstoß

Wie mein Glaube anfing

Eine Kamerafahrt über eine Menschenmenge findet ihre Fokussierung auf einer Bühne in Israel. Eine Geige spielt, das Klavier setzt ein und mit ihm eine Frauenstimme: „You call me out upon the waters…“. Eine Gänsehaut fährt mir über den Rücken und mir wird warm. Ich spüre Gott, wie ich es mir oftmals so sehnsüchtig gewünscht habe.

Aber alles auf Anfang. Schon in den ersten Jahren meines Daseins war es fester Bestandteil, am Sonntag eine Kirche oder Gemeinde zu besuchen. Waren es als Kind noch die Geschichten aus der Bibel, die aufgrund ihrer speziellen Aufbereitung im Kindergottesdienst spannend und belehrend auf mich wirkten, ging es im jugendlichen Alter immer häufiger in den richtigen Gottesdienst und um eine etwas konzentriertere Auseinandersetzung mit dem Glauben. Doch dieser Umschwung ließ mich Gott nicht mehr als die selbstverständliche Macht aus den Geschichten verstehen, sondern entfachte in mir fortan Fragen, zwischen Kritik und Zweifel und dem Wunsch, Gott endlich wirklich und echt wahrzunehmen. Mein Wunsch fand kein Gehör. So ist es ja immer.

Doch man findet etwas erst, wenn man nicht mehr aktiv danach sucht. Und so fand ich an einem Abend dieses Video: „Oceans (Where Feet May Fail)“ von Hillsong United, und erlebte die anfangs geschilderten Gefühle. Dieses Video ist mittlerweile mein Hafen mit einem kleinen Leuchtturm, der immer dann strahlt, wenn ich mal wieder voller Fragen über den Ozean irre. Und so bin ich zum Glauben durch meine Eltern gekommen, doch zu meinem Glauben letztendlich durch dieses Lied.

M.P.

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